Provisionen & Kommissionen in der Hochzeitsplanung – ein sensibles Thema
- Caty Pelosato

- 9. Feb.
- 3 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 25. Feb.
Warum Transparenz keine Option, sondern die Basis professioneller Hochzeitsplanung ist.
Vertrauen ist in der Hochzeitsplanung keine Nebensache – es ist die Grundlage von allem. Paare geben nicht nur Budget, sondern auch Erwartungen, Emotionen und einen der wichtigsten Tage ihres Lebens in fremde Hände. Umso entscheidender ist die Frage: Wem kann ich wirklich vertrauen?
Gerade wenn es um Kosten, Empfehlungen und Zusammenarbeit mit Dienstleister:innen geht, taucht ein Thema auf, das selten offen angesprochen wird – Provisionen und Kommissionen. Was ist erlaubt? Was ist fair? Und wo beginnt die Verantwortung gegenüber dem Hochzeitspaar?
Dieser Beitrag schafft Klarheit, ordnet ein und zeigt, warum Transparenz kein Trend, sondern ein Qualitätsmerkmal professioneller Hochzeitsplanung ist.
Wenn dich dieser Artikel interessiert, dann schau dir doch auch den folgenden Beitrag an: Stundenansatz vs. Pauschale – was ist fair für Hochzeitsplanung

Liebe angehende Hochzeitsplaner:innen
Liebe Hochzeitsplanner:innen und Kolleg:innen
Vertrauen als Fundament der Hochzeitsplanung
Ein:e Hochzeitsplaner:in arbeitet als Projektleiter:in – und vor allem als Drehscheibe zwischen Paar, Dienstleister:innen, Gästen und weiteren Beteiligten. Diese Rolle funktioniert nur, wenn eines gegeben ist: Vertrauen.
Seriosität, Ehrlichkeit und Transparenz sind dabei keine netten Zusatzattribute, sondern die Basis professioneller Arbeit.
Provisionen – eine zweite Bezahlung?
Der Hochzeitsplaner:in erhält für seine:ihre Arbeit ein Honorar. Dieses deckt Zeit, Fachwissen, Erfahrung, Organisation und Verantwortung ab.
Wird zusätzlich eine Provision oder Kommission von Dienstleister:innen angenommen, entsteht faktisch eine zweite Zahlung – unabhängig davon, von wem sie stammt.
Genau hier wird es heikel.
Ethik & Verantwortung im VUSH
Mitglieder des Verbands unabhängiger Schweizer Hochzeitsplaner haben sich mit ihrer Mitgliedschaft klar positioniert:
👉 Provisionen oder Kommissionen sind nur erlaubt, wenn Kund:innen darüber informiert sind.
Und damit sind wir wieder beim Kern: Ehrlichkeit und Transparenz.
Zur Website vom VUSH (https://vush.ch/mitglied-werden/)
„Das kommt ja vom Dienstleister …“ – wirklich?
Ein häufiges Argument lautet, dass die Provision ja vom Dienstleister gezahlt werde. Zwei Punkte dazu:
Diese Vergütung kann – und sollte – transparent an das Hochzeitspaar weitergegeben werden.
Viel entscheidender: Die eigenen Leistungen müssen realistisch und korrekt kalkuliert sein.
(Siehe auch: Stundenansatz vs. Pauschale in der Hochzeitsplanung.)
Internationale Praxis – nicht alles, was üblich ist, ist sauber
In Ländern wie Italien ist das Provisionsmodell verbreitet. Teilweise bestimmt dort nicht der Dienstleister den Preis – sondern der Hochzeitsplaner:in.
Spätestens hier stellt sich die Frage:
👉 Wird ein Dienstleister empfohlen, weil er passt – oder weil er am meisten zahlt?
Was erlaubt ist – und was sinnvoll ist!
Erlaubt und sinnvoll sind:
Transparente Kooperationen zum Vorteil der Kund:innen
Spezielle Angebote durch enge Zusammenarbeit
Gegenleistungen wie Shootings oder gemeinsame Projekte
Nicht sinnvoll sind verdeckte Modelle, bei denen Vertrauen leidet.
Fazit: Ein:e Hochzeitsplaner:in verkauft Vertrauen – nicht Rabatte.
Wer ehrlich kalkuliert, transparent arbeitet und offen kommuniziert, schafft langfristige Beziehungen statt kurzfristiger Vorteile. Paare dürfen – und sollen – nachfragen. Und manchmal ist der vermeintlich günstigere Preis am Ende der teuerste.
Unsere Vision bei AWEE: ganzheitlich, individuell und greifbar – auch in der Preisgestaltung.
Melde dich zu einem unserer Informationsabende an: https://www.awee.ch/anmeldeformular-infoveranstaltung
FAQ – Hochzeitsplaner Kosten
Darf ein:e Hochzeitsplaner:in Provisionen annehmen?
Ja – aber nur, wenn das Hochzeitspaar transparent darüber informiert ist.
Ist eine Provision automatisch unseriös?
Nein. Unseriös wird es, wenn sie verschwiegen wird oder Empfehlungen beeinflusst.
Darf ich direkt beim Dienstleister nachfragen?
Ja. Kund:innen dürfen jederzeit Preise oder Leistungen direkt verifizieren.
Warum lehnen viele Hochzeitsplaner:innen Provisionen ab?
Weil sie ihre Arbeit bereits fair honorieren lassen und Interessenskonflikte vermeiden möchten.
Woran erkenne ich Seriosität?
An klaren Angeboten, offener Kommunikation und dem Gefühl, ehrlich beraten zu werden.
Melde dich jetzt an für einen unserer Informationsabende: https://www.awee.ch/anmeldeformular-infoveranstaltung




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